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Freitag, 1. Februar 2013

18. Juni 2012, der vierzigste Tag: Chagny–Chalon-sur-Saône, 20,39 km

Drei Mal kleiner Grenzverkehr

Das Frühstück ist nicht toll, aber in unserem Komplettpreis mit drin, da wollen wir keine Spielverderber sein. Beim Bezahlen hat sich der gestern vereinbarte Preis dann plötzlich um 30 Euro erhöht, was wir Madame freundlich ausreden.

Zum Ende der Tour die Tours.

Der Weg nach Chalon-sur-Saône ist kurz, aber schmerzlich. Trotz durchgängig leichter Neigung kommt auf den verbleibenden 20 Kilometern keine rechte Freude auf. Außerdem fragen wir uns natürlich, ob unsere Planungen tatsächlich wie geplant zu realisieren sind.

17. Juni 2012, der neununddreißigste Tag: Saligny-sur-Roudon–Chagny, 126,08 km

Der letzte Abend – darf's etwas mehr sein?

Nach gemeinsamem Frühstück stimmen wir die Modalitäten der Rückreise nochmal mit Europcar ab. Bis zehn sind alle Habseligkeiten gepackt, alle Neugeborenen an der Nase gestreichelt und alle Anwesenden ausgiebig umarmt. Auf geht's!

Am Kanal ist wenig los, bis zur Pont canal bei Digoin rollt es fast von allein. Am Port de plaisance biegen wir links ab in Richtung Intermarché, wo wir uns mit dem fürs Mittagessen Erforderlichen eindecken.

Salut, Loire, so sieht man sich wieder!

Bei Paray-le-Monial wechseln wir vom Radweg auf die D974, die direkt am Kanal verläuft und mit der wir im letzten Jahr schon gute Erfahrungen gemacht haben. Der Verkehr ist nicht der Rede wert, zwei junge Männer versuchen einige Zeit, mit den Alten mitzuhalten, aber meine Frau weiß das zu verhindern.

16. Juni 2012, der achtunddreißigste Tag: Ruhetag in Saligny-sur-Roudon

Haus am See

Nach all der Aufregung gestern schlafen wir heute etwas länger. Ich hole wieder Brot, wir frühstücken zusammen  – der Tag fängt gut an.

Leider geht er weniger gut weiter, denn ich habe die freudige Aufgabe, alle Buchungen abzusagen und mir einen zügigen Heimweg auszudenken. Nach neuestem Stand geht das Wasser im Keller nämlich nicht zurück, sondern steigt mit stetig höherem Pegel. Die Nachbarn verdächtigen die extremen Regenfälle der letzten Tage, das können wir uns nicht recht vorstellen.

15. Juni 2012, der siebenunddreißigste Tag: Ruhetag in Saligny-sur-Roudon

Muttertag!

Trotz gestörter Nachtruhe infolge erfolgreicher Geburt – meine Augenzeugin berichtet, dass es etwa eine Stunde gedauert (darf bei Pferden auch nicht lange dauern, sind ja Fluchttiere) und der Vater in der Box nebenan ordentlich mitgearbeitet hat – stehen wir schon um halb acht auf.

Ich fahre nach Saligny, um Brot zu holen (die Dame in der Épicerie erkennt mich am Fahrrad und am Griff ins Chèvre-Regal wieder: „Vous étiez déjà la!“). Zurück im Haus gibt's Frühstück für fünf, Mo hilft bei der Pferde-Pflege, ich putze die Räder. Madame wirft mir anschließend vor, ich hätte ihr Rad mit dem falschen Mittel geputzt, weil es zwei (!) matte (!!) Stellen (!!!) am Rahmen gibt. Das gibt vor allem Ärger.